Die Sprache der Zukunft: Von der Kunst des richtigen Fragens

Business Parabel - Die Sprache der Zukunft

Warum machen wir das hier? fragte ein ungeduldiger Teilnehmer des Workshops in die Runde. Aus meiner Sicht ist das absolute Zeitverschwendung!

Die Leiterin des Workshops hatte nur auf diese Frage gewartet und sagte: Ihr seid hier, um das Wort „Warum“ für immer durch ein anderes Wort zu ersetzen. Die Teilnehmer blickten sie verständnislos an. Wir sollen einen ganzen Tag damit verbringen, ein wichtiges Wort aus unserem Wortschatz zu streichen? Wieso sagst du uns nicht einfach den Grund und wir kehren alle zu unserer Arbeit zurück? Die Workshopleiterin erwiderte: Ich sage es euch nicht, weil ihr erst die Sprache der Zukunft erlernen müsst, um das neue Wort zu verstehen.

In den folgenden Stunden arbeiteten die Teilnehmer in Teams an verschiedenen Aufträgen. Zunächst folgten sie stur den Anweisungen der Leiterin, doch begriffen sie im Laufe des Tages, dass sie sich wesentlich besser motivieren konnten, wenn sie sich im Team Ziele setzten. Waren sie zu Beginn des Workshops noch träge und müde gewesen, so gingen sie später voller Tatendrang an das Erreichen ihrer Ziele. Dabei vergaßen sie ganz die Zeit und waren erstaunt, als die Leiterin am Nachmittag sagte: Das soll für heute reichen. Morgen früh sehen wir uns wieder.

Am nächsten Morgen kamen die Teilnehmer wieder zusammen. Als die Leiterin des Workshops den Raum betrat, fragten sie: Und, wozu treffen wir uns heute? Sie lächelte und sagte: Mit dieser Frage ist der Workshop offiziell beendet. Ihr habt gelernt, „warum“ durch „wozu“ zu ersetzen. Nun macht euch an die Arbeit und gestaltet die Zukunft!

Das Seifenkistenrennen: Warum wir uns im Team auf gemeinsame Ziele einigen müssen

Ziele - Das Seifenkistenrennen

Zusammen mit seinem besten Freund trainierte ein kleiner Junge viele Wochen für das alljährliche Seifenkistenrennen. Es war das mit Abstand größte Rennen der Umgebung und konnte den erfolgreichen Jungen der Stadt viel Ruhm und Ehre bei ihren Altersgenossen einbringen. Den Siegern war die Teilnahme an der überregionalen Meisterschaft vorbehalten, für den zweiten und dritten Platz gab es einen Gutschein für den Besuch eines internationalen Autorennens. Nichts wünschte sich der kleine Junge sehnlicher als den ersten Platz und damit die Teilnahme an der großen Meisterschaft. Im letzten Jahr war er mit einem anderen Freund knapp auf dem vierten Platz gelandet, doch dieses Mal rechnete er sich aufgrund des harten Trainings mit seinem besten Freund mehr aus.